Offener Tanzwettbewerb Erfurt

Am 6. November 2010 war es soweit. Schon lange angekündigt, fuhr die Tanzgarde vom Faschingsclub Treben zum 10. Offenen Tanzwettbewerb Thüringens nach Erfurt. Die Tanzmädchen und ein mutiger Mittänzer hatten sich lange, mit 2-maligem Training pro Woche, intensiv vorbereitet, um in 3 Altersgruppen in diesem Wettebewerb ihr Können zu zeigen und von einer Jury beurteilen zu lassen.

In der Früh um 7:00 Uhr des 6. November 2010 trafen sich die tanzenden Mitglieder des FCT und ihre Begleitpersonen auf dem Altenburger Bahnhof zur Fahrt mit dem Zug nach Erfurt. Komplett war die Truppe mit einigen Muttis, die sich bereit erklärt hatten, als Helfer mitzureisen, denn einige Teilnehmerinnen waren noch sehr klein und der Transport von Requisiten war den Tanzmädels nicht auch noch zuzumuten. Die jüngsten Teilnehmerinnen sind Schülerinnen der 1. Klasse und demzufolge gerade 6 Jahre alt.

Für viele begann bereits mit der Zugfahrt ein Abenteuer. Es sollte für manche jungen Mitreisenden die erste Zugfahrt in ihrem Leben werden. Man denkt, die Bahn wäre ein wenig benutztes Verkehrsmittel heutzutage, da für unsere ländliche Gegend alle notwendigen Wege, vorwiegend mit dem Auto erledigt werden. Aber die vollbesetzten Züge und gut besuchten Bahnhöfe belehrten uns eines Besseren. Zur Freude unserer Kinder fuhr auf dem Altenburger Bahnhof ein Doppelstockzug ein. Leider war die Fahrt im Doppelstockzug sehr kurz. In Gößnitz hieß es umsteigen. Ohne weitere Unterbrechung ging nun die Fahrt bis nach Erfurt Haupt- bahnhof. Alle Kinder hatten nach Anweisung dicke Rucksäcke mit, gefüllt mit reichlich Proviant für den ganzen Tag und den Utensilien, die zum Auftritt benötigt wurden. Im Zug frühstückten alle ausgiebig. Die organisatorische Übersicht behielt die Funken- mutti Steffi.

In Gruppen eingeteilt, hatte jedes größere Funkenmädchen mehrere kleinere im Auge zu behalten und die Kleinen hatten Anweisung, sich bei Problemen immer an ihre großen Funken zu wenden. Dieses System funktionierte wunderbar und reibungslos.

Unsere Landeshauptstadt Erfurt empfing und mit Dauerregen. Zum Glück mussten wir bei dem Wetter nicht weit laufen, da uns der Stadtbus bis kurz vor unser Ziel, den Sportpark Johannesplatz, brachte. In der dortigen großen Sporthalle suchten wir uns ein Plätzchen. Endlich begann der Wettbewerb!

Die Startplätze in den 3 Altersgruppen "Maxi" (ab 16 Jahre) "Midi" (11 - 15 Jahre) und "Mini" (6 - 10 Jahre) mussten erlost werden. Als erste von uns starteten unsere großen Funken in den Wettbewerb. Sie nahmen in der Kategorie 1: Jazzdance, Modern Dance, Showdance, Musical Dance mit der Losnummer 9 teil. Die Darbietung konnte ohne Fehler absolviert werden. Zu der mitreißenden Musik und der temporeichen Tanzdarbietung bildeten hier den absoluten Höhepunkt die atemberaubenden akrobatischen Elemente, unterstützt durch die Kraft- und Sprungelemente des einzigen Tanzjungens der Funken in Treben.

Die Konkurrenz war sehr groß und zahlreich - vor allem bei der großen und mittleren Gruppe. Die Mittlere Gruppe "Midi", in der Kategorie 4, Teens im Alter von 11 - 15 Jahre, konnte durch ihre orientalische Darbietung punkten. Sie hatten als Einzige im gesamten Teilnehmerfeld ein derartiges Thema zu bieten. Überwiegend wurde Hip Hop, Streedance und Breakdance dargeboten. Preise für die wirklich guten Darbietungen der großen und mittleren Funken blieben leider aus.

Den Knaller bildeten unsere jüngsten Funken in der Kategorie 3, Kids 6 - 10 Jahre, die als "Pinguine der Antarktis" den Wettkampf aufnahmen und sich am Ende den 3. Platz in ihrer Altersklasse, mit ihren Gummistiefeln, erwatscheln konnten. Unser bestes Ergebnis an diesem Tag und eine schöne Belohnung für die gesamte Arbeit der vergangenen Wochen, vor allem für die Arbeit der Trainerinnen, die beim Empfang des Preises und der Urkunde zu Tränen gerührt waren.

Wir waren die einzigen Teilnehmer eines Faschingsvereines und sind bestrebt, mit den Showtänzen der Tanzgarde einem breit gefächerten Publikum in allen Altersgruppen, die unsere Veranstaltungen besuchen oder buchen, etwas darzubieten. Ansonsten nahmen Tanzschulen am Wettbewerb teil, die auf Grund ihres finanziellen Grundsteines schon durch die Ausstattung an Kostümen punkteten und auf Erfahrungen und Preise aus zahlreichen Wettbewerben zurückgreifen konnten.

Glücklich über einen Preis, reich an Erfahrungen und stark motiviert konnten wir unsere Heimfahrt antreten. Die mitreisenden Muttis dachten an einschlafende und geschaffte Kinder währende der Rückfahrt im Zug und mussten merken, unsere Kinder sind powerstark. Sie sangen lautstark schon im Bus vom Sportpark zum Hauptbahn Erfurt, auf dem Bahnhof und im Zug die Hymne des FCT von ganz alleine und textsicher. Die Leute rundherum bestaunten unsere kleinen Mädels und auch die mitreisenden Muttis waren stolz auf diese dufte Truppe.